Projektübersicht
Kunde: Restaurierungs-Unternehmen (fiktives Projekt)
Projekt: CEO-Biografie für Unternehmenswebsite
Rolle: Ghostwriter
Herausforderung: Eine persönliche, authentische Lebensgeschichte schreiben, die gleichzeitig Expertise und Leidenschaft für das Handwerk vermittelt.
Mein Ansatz
Ich habe die Biografie als Erzählung strukturiert, die den Leser auf eine emotionale Reise mitnimmt – vom unerwarteten Erweckungsmoment über die harte Ausbildung bis zur Selbstverwirklichung. Die Sprache ist poetisch, aber präzise, und vermittelt die Ehrfurcht vor der Verantwortung eines Restaurators.
Was dieses Projekt zeigt
- Emotionales Storytelling: Fähigkeit, persönliche Geschichten fesselnd zu erzählen
- Fachliche Recherche: Verständnis für das Restauratoren-Handwerk
- Authentizität: Balance zwischen Professionalität und Persönlichkeit

Wenn ich heute in meiner Werkstatt stehe, die Luft schwer vom Duft nach Leinöl, Harz und altem Holz, dann wird die Zeit weich. Licht bricht durch das Nordfenster, streift über die Tische, über Gläser mit Pigmenten, über Pinsel, deren Borsten wie kleine Tiere in der Sonne ruhen. Ich tauche die Spitze eines Skalpells in Lösungsmittel, lege mit ruhiger Hand eine Schicht Farbe frei – und während das vergangene Leben unter meinen Fingern wieder zu atmen beginnt, kehrt mein eigenes in mir zurück.
Ich erinnere mich an den Anfang.
Er kam leise, unscheinbar, fast beiläufig – und doch veränderte er alles.
Ich war Mitte zwanzig, auf sicherem, aber seelenlosem Kurs. Mein Alltag war ordentlich, planbar, von Routinen gegliedert, die mich mehr einschläferten als erfüllten. Ich lebte, ohne zu leuchten. Und dann kam dieser Abend: eine Ausstellung, zu der mich ein Freund überredet hatte. Ich erinnere mich an den Geruch – Mischung aus Firnis, Metall und Erwartung. Und an die Frau, die uns im Anschluss in ein Restaurierungsatelier führte.

Sie war ruhig, beinahe andächtig, während sie sprach. Ihre Hände bewegten sich über die Oberfläche eines alten Gemäldes, als würde sie eine Wunde ertasten. Sie erzählte von Übermalungen, von jahrhundertealten Firnissen, von Schichten, die mehr verbargen als zeigten. Es war keine technische Erklärung – es war eine Liebeserklärung. Eine Rede über Geduld, Verantwortung und Respekt. Und plötzlich war da ein Gefühl, das ich kaum beschreiben konnte: eine Mischung aus Erschütterung und Erkennen.
Ich wusste in diesem Moment – ohne Zweifel, ohne Plan:
Das ist es. Das bin ich.
Ich ging hinaus in die Nacht, und während die Stadt in Regen ertrank, war in mir etwas erwacht, das nie wieder schlafen würde.
Der Weg dorthin war kein gerader. Ich musste neu anfangen, das Abitur nachholen, mich durch Stoffe kämpfen, die mir fremd waren: Chemie, Physik, Kunstgeschichte. Ich fühlte mich oft überfordert, manchmal verzweifelt. Und doch brannte da etwas in mir, das mich trug – der Gedanke, eines Tages jene stillen Wunder zu berühren, die zwischen Farbe und Zeit verborgen liegen.
Das Studium der Konservierung und Restaurierung war kein Spaziergang, sondern eine Initiation.
Wir lernten, wie Farben altern, wie Holz arbeitet, wie Bindemittel reagieren, wie winzige Pigmente ganze Zeitalter erzählen können. Die ersten Semester waren wie das Betreten eines fremden Kontinents. Ich tastete mich durch Schichten aus Wissen, durch Protokolle, Formeln, Mikroskope. Ich lernte, dass Fehler nicht erlaubt waren – dass ein unachtsamer Moment genügte, um Jahrhunderte zu vernichten.
Aber ich lernte auch, was Demut bedeutet.
Denn jedes Kunstwerk, das vor mir lag, war älter als mein eigenes Begreifen. Ich spürte, wie klein ich war – und wie groß die Verantwortung, etwas zu bewahren, das andere geschaffen hatten, lange bevor ich war.

Mein erstes großes Projekt war ein Altarbild aus dem 15. Jahrhundert. Die Leinwand war verletzt, die Farbe gesprungen, das Holz vom Atem der Jahrhunderte durchzogen. Wochenlang saß ich vor dem Mikroskop, schrieb Berichte, prüfte Farbschichten, entwarf Behandlungspläne. Und dann kam der Moment, in dem das Denken in Tun überging: das behutsame Reinigen, das Stabilisieren, das Retuschieren. Ich sprach manchmal mit dem Maler, der längst nicht mehr lebte – fragte ihn im Stillen, ob ich richtig handle.
„So wenig wie möglich“, flüsterte ich, „so viel wie nötig.“
Dieser Satz wurde zu meinem inneren Gesetz.
Nach dem Studium begann ich in einem Museum, einem Ort, an dem Zeit gerinnt. Ich spezialisierte mich auf Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts – auf jene Bilder, in denen das Licht sich noch an die Dunkelheit klammerte. Vormittags untersuchte ich Werke unter Röntgenstrahlen, suchte nach früheren Übermalungen, nach Spuren anderer Hände. Nachmittags saß ich an der Werkbank und machte das Unsichtbare sichtbar.

Ich liebte diese Arbeit – und zugleich spürte ich, dass ich sie nicht ewig im Schatten anderer tun wollte. Ich wollte frei sein, selbst entscheiden, welche Geschichten ich berühre. Also wagte ich den Schritt in die Selbstständigkeit. Ich richtete mein Atelier ein, klein, schlicht, lichtdurchflutet. Meine Werkbank, mein Mikroskop, meine Pigmente – und der Raum begann, mich zu spiegeln.
Die ersten Jahre waren zäh. Es gab Aufträge, aber auch Zweifel, Rechnungen, Nächte, in denen ich mich fragte, ob Leidenschaft allein genügt. Doch allmählich fanden die Werke ihren Weg zu mir – über Museen, Kirchen, Sammlungen. Jedes war ein Rätsel, ein stiller Monolog in Farbe und Riss.
Eines der Werke, das mich am meisten geprägt hat, war ein Porträt aus dem 19. Jahrhundert. Eine Frau im blassblauen Kleid, der Blick leicht gesenkt, die Haut von feinen Sprüngen durchzogen. Jahrzehntelang hatte sie in einem Keller gelegen, vergessen, geschwärzt, verletzt. Als ich sie unter meinen Lampen betrachtete, sah ich nicht nur Farbe – ich sah eine Geschichte, die um Atem rang. Wochenlang arbeitete ich an ihr, löste Schmutz, schloss Risse, stabilisierte die Leinwand. Und dann, eines Nachmittags, als ich die letzte Firnisschicht auftrug, begann sie zu leuchten. Ganz leise. Ganz still.
Solche Momente sind selten, aber sie tragen mich durch alles andere hindurch – durch die langen Stunden, das monotone Kratzen, das Schweigen, die Angst vor dem Fehler. Denn dieser Beruf ist kein stilles Glück, sondern eine stille Verantwortung. Es ist ein Dialog mit der Zeit, der nie endet.
Manchmal, wenn ich spätabends die Werkstatt verlasse, schaue ich noch einmal auf die Tische, auf die Pinsel, die ruhen wie schlafende Tiere. Ich lösche das Licht, und für einen Moment scheint es, als würde das Gemälde im Dunkel weiteratmen. Dann weiß ich: Ich bin nicht nur Restauratorin. Ich bin Bewahrerin. Vermittlerin. Zeugin der leisen Übergänge.
Ich halte fest, was der Lauf der Zeit vergessen möchte.
Ich gebe zurück, was verloren schien.
Und wenn ich eines gelernt habe in all den Jahren, dann dies:
Es ist nicht der Glanz, der zählt, sondern das Licht darunter.
Heute, nach fünfzehn Jahren an der Grenze zwischen Kunst und Wissenschaft, weiß ich, dass meine Werkstatt kein Ort der Arbeit ist, sondern ein Ort der Begegnung. Hier begegnen sich Vergangenheit und Gegenwart, Materie und Geist, Zerstörung und Erlösung.
Und manchmal, wenn ich über eine Leinwand gebeugt bin und die Sonne durchs Fenster fällt, spüre ich, dass ich nicht nur Geschichte erhalte – ich bin ein Teil von ihr geworden.
Projekt-Details
| Detail | Information |
|---|---|
| Kategorie | GHOSTWRITING – CEO-Biografien, Über-uns-Texte |
| Tonalität | Persönlich, reflektierend, poetisch, professionell |
| Umfang | 1000+ Wörter |
| Zielgruppe | Unternehmenswebsites, Über-uns-Seiten, Pressematerial |
| Deliverables | Vollständige Biografie |
| Besonderheit | Verbindet persönliche Geschichte mit fachlicher Expertise |
Was dieses Projekt demonstriert
Dieses Projekt zeigt meine Fähigkeit, abstrakte Lebensgeschichten in greifbare, emotionale Erzählungen zu verwandeln. Die Restaurator-Biografie ist mehr als eine Aufzählung von Stationen – sie ist eine Geschichte, die den Leser auf eine Reise mitnimmt und gleichzeitig fachliche Expertise und persönliche Leidenschaft vermittelt.
Ergebnis
Das Konzept wurde vom fiktiven Kunden begeistert aufgenommen und dient als Grundlage für die gesamte Unternehmenskommunikation auf der Website.
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Eine gute Biografie ist mehr als eine Aufzählung von Stationen – sie ist eine Geschichte, die Vertrauen schafft und Ihre Expertise greifbar macht. Ich helfe Ihnen, Ihre persönliche Geschichte professionell zu erzählen.
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